Spielerschutz

Verantwortungsvolles Spielen

Poker ist ein faszinierendes Spiel – und soll Unterhaltung bleiben. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie die Kontrolle behalten, Warnzeichen erkennen und wo Sie rund um die Uhr kostenlose, vertrauliche Hilfe finden.

Sofort-Hilfe

SOS-Spielsucht – kostenlos & rund um die Uhr

Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Spielverhalten oder das einer nahestehenden Person machen, ist die kostenlose Helpline jederzeit erreichbar. Beratung gibt es auch online und anonym.

📞 0800 040 080 – jetzt anrufen

sos-spielsucht.ch · Liechtenstein ist seit 2020 Teil dieses Präventionsprojekts.

Aufmerksam bleiben

Warnzeichen erkennen

Problematisches Spielverhalten entwickelt sich oft schleichend. Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen – bei sich selbst oder bei anderen:

  • Sie spielen länger oder mit höheren Einsätzen als geplant.
  • Sie versuchen, Verluste durch weiteres Spielen zurückzugewinnen.
  • Das Spielen verdrängt Beruf, Familie oder Hobbys.
  • Sie leihen sich Geld oder verheimlichen Ihr Spielverhalten.
  • Gedanken ans Spielen lassen Sie auch im Alltag nicht los.
  • Sie fühlen sich unruhig oder gereizt, wenn Sie nicht spielen.

Treffen mehrere Punkte zu, ist das ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten und Unterstützung zu suchen. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke.

Spielen Sie kontrolliert

  • Setzen Sie ein festes Zeit- und Geldlimit – vor dem Spiel.
  • Spielen Sie nie mit Geld, das Sie zum Leben brauchen.
  • Sehen Sie Verluste als Preis der Unterhaltung, nicht als Investition.
  • Machen Sie regelmässig Pausen.
  • Spielen Sie nicht unter Druck, Frust oder Alkoholeinfluss.
  • Nutzen Sie Einzahlungs- und Verlustlimits der Anbieter.
Wirksamer Schutz

Die Selbstsperre

Die Spielsperre ist eines der wirksamsten Schutzinstrumente. Sie können sich freiwillig selbst sperren lassen – unabhängig davon, ob bereits Probleme bestehen. Darüber hinaus sieht das Geldspielgesetz Sperren für Personen vor, die überschuldet sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen oder Einsätze riskieren, die in keinem Verhältnis zu Einkommen und Vermögen stehen.

Besonders wichtig: Seit dem 7. Januar 2025 ist ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Liechtenstein in Kraft. Eine Spielsperre wirkt dadurch grenzüberschreitend – wer in Liechtenstein gesperrt ist, ist es auch in der Schweiz und umgekehrt. Damit gibt es für gesperrte Personen keine einfache Ausweichmöglichkeit mehr.

So gehen Sie vor

  • Wenden Sie sich an die Spielbank oder die zuständige Stelle und beantragen Sie die Selbstsperre.
  • Aktivieren Sie bei Online-Anbietern die Werkzeuge zur Selbstkontrolle (Limits, Auszeit, Selbstausschluss).
  • Beziehen Sie eine Vertrauensperson oder eine Beratungsstelle ein – gemeinsam fällt der Schritt leichter.
Anlaufstellen

Hier finden Sie Unterstützung

Die folgenden Stellen beraten kostenlos und vertraulich – für Betroffene und Angehörige.

SOS-Spielsucht

Kostenlose Helpline rund um die Uhr, Online-Beratung und Selbsthilfe-Werkzeuge für Betroffene und Angehörige.

0800 040 080 →

Suchtprävention Liechtenstein

Information, Beratung und Präventionsangebote zum Thema Glücksspielsucht direkt im Fürstentum.

suchtpraevention.li →

Online-Beratung

Anonyme Beratung im Internet – niederschwellig und jederzeit verfügbar über das Portal von SOS-Spielsucht.

sos-spielsucht.ch →

Für Angehörige: Auch wenn nicht Sie selbst, sondern eine nahestehende Person betroffen ist, können Sie sich beraten lassen. Die genannten Stellen unterstützen ausdrücklich auch das Umfeld von Spielenden.

Im Zweifel: Pause machen

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Spiel noch im gesunden Rahmen liegt, ist eine Pause nie verkehrt. Sprechen Sie mit einer Beratungsstelle – kostenlos, vertraulich und ohne Verpflichtung.

Helpline 0800 040 080